Positionen

ZUSAMMENHALT

In Deutschland sind 13 Millionen Menschen armutsgefährdet, während gleichzeitig 45 Einzelpersonen so viel besitzen wie die Hälfte der Gesamtbevölkerung, so viel wie 42 Millionen Bürgerinnen und Bürger zusammen. Da die Renten sinken und die Mieten steigen, wächst die Wohnungslosigkeit. Auch in der Mittelschicht grassiert die Angst, sozial abzusteigen. Die Sorge vor Deklassierung wird von Rechtsradikalen instrumentalisiert, mit falschen Schuldzuweisungen, Diskriminierung und Hass. 

Das Bundesverfassungsgericht hat in einem Grundsatzurteil definiert, was sozialstaatliche Politik leisten muss. Sie muss für einen Ausgleich der sozialen Gegensätze sorgen und Ausbeutung, also Löhne die nicht existenzsichernd sind, verhindern. Diese Anforderung erfüllen wir nicht mehr.

Ich setze mich leidenschaftlich für verbindliche Flächentarifverträge ein, für Besserstellung der Leiharbeit und deutlich höhere Mindestlöhne. Zusammenhalt schafft Lebensqualität. Für alle.

RESPEKT

Deutschland ist ein Land der Vielfalt. Schon immer war es ein Einwandererland und heute haben 25% von uns einen Migrationshintergrund. Zur Vielfalt gehört auch, dass knapp 6 Millionen von uns nicht heterosexuell sind.

Grundsätzlich haben wir alle ein Recht darauf, in Anerkennung unserer individuellen Würde, respektiert zu werden. Jede Form von Sexismus, Rassismus oder Ausgrenzung lehne ich ab.  Jeder Mensch hat ein Recht auf Achtung, Wertschätzung und Respekt. Dieser muss sich aber auch materiell ausdrücken.

 

Gerade die so wichtigen personenbezogenen Dienstleistungen, Pflege, Erziehung, Friseurhandwerk aber auch Reinigungskräfte werden viel zu schlecht bezahlt.

EUROPA

Seit über 70 Jahren leben wir in Frieden in Europa. Das gab es in der Geschichte noch nie und ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Freiheit, Demokratie, Soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige, ökologisch verantwortbare Ökonomie das sind Werte, die uns in Europa miteinander verbinden, auch wenn es Bestrebungen wie in Polen und Ungarn gibt sich von demokratischen Grundwerten zu verabschieden.

Aber wir brauchen ein starkes Europa. Nur gemeinsam lässt sich dieses Modell verteidigen. Nur gemeinsam können wir uns weltweit für Menschenrechte einsetzen.

KLIMA

Unsere Welt ist ein in sich geschlossenes System. Grenzenloses Wachstum ist schon aus diesem Grund nicht möglich. Wir haben da oben keine Lucke zum Dampf ablassen und auch keinen Auspuff. Dennoch pumpen wir täglich die Abgase von 100 Millionen Fässern Öl in den Himmel. Hinzu kommen die Abgase von Kohle und Gas.

 

Das ist wahnsinnig.

 

Wir wissen längst, dass wir damit diese Welt zugrunde richten und unseren nachfolgenden Generationen eine Art vergiftete, überhitzte Müllkippe hinterlassen. Deswegen: den CO2 Ausstoß radikal begrenzen und schnellstmöglich klimaneutral wirtschaften, wir brauchen eine Kultur der Genügsamkeit. Wir brauchen eine Post-Wachstums-Ökonomie.

 

Aber wir brauchen ein starkes Europa. Nur gemeinsam lässt sich dieses Modell verteidigen. Nur gemeinsam können wir uns weltweit für Menschenrechte einsetzen.